Besonderer Buchtipp: Das Leben, Zimmer 18 und Du von Nancy Salchow / Heyne Verlag

Was, wenn das Leben scheinbar plötzlich durch Ängste, Panikattacken und Depression bestimmt wird? Alles auf dem Kopf steht, nichts mehr so ist wie zuvor? Nancy Salchow weiß wie sich das anfühlt, was da mit einem geschieht und wie es Wege aus der einschränkenden und beklemmenden Situation geben kann. „Das Leben, Zimmer 18 und Du“ basiert auf ihrer eigenen Geschichte und der Erkenntnis „Wie ich wieder Liebe und Hoffnung fand und meine Depression besiegte“ offenbart sich uns Leser als…

…ehrlich, schonungslos und doch mit dem Esprit der Hoffnung und postiven Änderung. Dank der Liebe, die so ungeplant in das Leben von Nancy trat wie auch das Auftauchen der Panikattacken und Depression.

A bis Z neue Bücher Sommer 2017 045

Das vorliegende Buch basiert auf der wahren Geschichte von Nancy Salchow und kann, dank dem ehrlich geschriebenen Inhalt, für so manch einen von Panikattacken oder Depression Betroffenen ein kleines Licht der Hoffnung darstellen.

Mich selbst hat dieses Buch berührt, da die Autorin sehr offen erzählt wie alles begann, welche Entwicklung ihre Erkrankung nahm und wie ein gutes Ende aufgrund tiefer Gefühle zustande kam.

Nancy ist verheiratet und muss innerhalb relativ kurzer Zeit zwei geliebte Menschen zu Grabe tragen: ihren Zwillingsbruder sowie ihre Mutter. Der Krebs hatte gesiegt und Nancy in ein tiefes seelisches Loch gepresst. Zuviel für die Seele, die mittels Panikattacken und Depression Nancy auch aus ihrem sonstigen Alltag herausreisst. Panik, Angst vor der Angst, Depression. Die junge Frau lässt sich freiwillig in eine Klink einweisen in der sie zunächst Beruhigungsmedikamente sowie Anti-Depressiva erhält. Begleitet von verschiedenen Therapiemaßnahmen fühlt sie sich etwas sicherer, allerdings zeigt sich rasch, dass gerade die Beruhigsmittel eine Art Abhängigkeit verursachen, die dafür sorgt, dass Nancys Wunsch nach einer schneller Entlassung aus dem Krankenhaus nicht so funktioniert wie sie sich das vorgestellt hat…

Ihr Mann David kommt sie täglich besuchen und doch hat Nancy das Gefühl, dass andere Gründe als noch vorhandene tiefe Liebe dafür vorliegen. Sie fühlt sich schon lange unverstanden von ihm und doch hat sie noch Gefühle für David. Auch ihr Vater ist ihr eine große Stütze in dieser schweren Zeit, allerdings kann auch er keine Wunderheilung bewirken. Als in der ersten Sitzung der Depressionsrunde Bastian mit im Raum ist, ist dann für Nancy erst einmal irgendetwas anders.

Bastian, ebenfalls wegen Depression in der Klinik, ist deutlich älter als sie, sportlich sehr aktiv und hat aus ihrer Sicht wunderschöne Augen. Die junge Frau fühlt sich zu ihm hingezogen, ohne jedoch zu wissen warum das so ist. Seelenverwandtschaft? Der Retter im stupiden Klinikalltag? Nancy weiß es nicht. Noch nicht und doch scheint sich in ihrem Leben, und somit auch in ihrer Erkrankung, etwas zum Positiven zu bewegen…

Mein Fazit zum Buch „Das Leben, Zimmer 18 und Du“:

Die Autorin erzählt offen über ihre Panikattacken und Depression, von der Verwirrung der Gefühle und dem großen Durcheinander ihrer Gedanken. Beim Lesen dieses Buches hatte ich den Eindruck mit Nancy an einem Tisch zu sitzen und mich mit ihr direkt über ihr Thema, das doch so viele Menschen betrifft, zu sprechen. Eine wahre Erzählung, die einen tatsächlich ein stückweit nachempfinden lässt was sie erlebt hat und immer noch erlebt. Und der Schimmer der Hoffnung, dass es einen Weg aus der Dunkelheit des Lebens gibt. Hier meine ich nicht die Medikamente, Therapien oder ähnliches, sondern die Begegnung mit einem besonderen Menschen. Einem Menschen, der dich versteht, der dich so nimmt wie du bist. Und der deine zarte Liebe erwidert…Ein wunderschönes Buch, das ich nicht nur Betroffenen empfehlen kann, sondern jedem, der an wahren Lebensgeschichten interessiert ist.

Das Buch „Das Leben, Zimmer 18 und Du“, geschrieben von Nancy Salchow, ist im Heyne Verlag erschienen, umfasst 239 Seiten, kostet 9,99€ und ist im Buchhandel ebenso erhältlich wie auch direkt unter folgendem Link: Das Leben, Zimmer 18 und du: Wie ich wieder Liebe und Hoffnung fand und meine Depression besiegte

 

 

 

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