Buchtipp Julie Cohen: Der Tag, an dem der Sommer begann

Ein Sommer, der dazu gemacht ist Geheimnisse zu offenbaren. Mutter, Tochter und Großmutter plötzlich unter einem Dach. Ein neuer Nachbar, der für innere und äußere Verwirrung verantwortlich ist und die Frage nach dem Wichtigen im Leben. All das,und noch viel mehr, verbirgt sich hinter dem ansprechend gestalteten Cover des Romans „Der Tag, an dem der Sommer begann“ von Julie Cohen. Ein Roman, der jedoch weitaus mehr beinhaltet als eine triviale Story…

Schon lange ist es her, dass ich einen Roman gelesen habe, der emotionsgeladen geschrieben wurde. „Der Tag, an dem der Sommer begann“ gehört für mich zu den Romanen, die einen sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken bringen.

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Zu den Protagonisten gehören Jo, ihre pubertierende Tochter Lydia, die Kleinen Nachzügler Oscar und Iris, die achtzigjährige Schwiegermutter Honor und der neu zugezogene Nachbar Marcus. Und der verstorbene Ehemann Stephen von Jo…

Jo, zwischenzeitlich von ihrem zweiten Ehemann Richard geschieden, lebt mit ihren Kindern Lydia, Oscar und Iris in einem Haus in Nordlondon. Beim täglichen Spagat als Alleineerziehende findet Jo kaum Zeit an sich oder an ein neues Liebesglück zu denken. Lydia, 16 Jahre alt, raubt ihr als Teenie so manchen Nerv, ohne allerdings zu wissen, weshalb ihre fast erwachsene Tochter öfters abweisend, ja, gar eiskalt ist. Die junge Lydia hat ein Geheimnis, das mit ihrer besten Freundin zu tun hat und das sie nicht einmal dieser anvertrauen kann.

Lydias Vater Stephen war einige Jahre zuvor ums Leben gekommen. Tragischerweise ausgerechnet in einer Situation, in der er einen Selbstmörder vor dem Tod bewahren wollte. Ein Umstand, der sowohl bei Lydia als auch bei Jo und deren alte Schwiegermutter Honor für so manche Trauer sorgt. Und auch nach vielen Jahren noch Fragen im Raum stehen lässt.

Zu Honor haben weder Jo noch Lydia viel Kontakt. Die alte Frau, schon ewig alleine lebend und immer noch um ihren Sohn trauernd, lebt eigenständig und etwas zurückgezogen in einem großen Haus. Alles geht seinen Gang, bis zu dem Tag, der das Leben von drei Frauen unterschiedlicher Generationen für immer verändert. Honor stürzt die Treppe hinunter und verletzt sich derart, dass sie einige Zeit in der Klinik bleiben muss und auch nach der ersten Heilungsphase beim Gehen Hilfe benötigt. Obwohl sie und Jo nie ein enges, herzliches Verhältnis hatten, beschließt Jo „Oma Honor zieht erst einmal zu uns bis sie wieder gesund ist!“. Ohne zu ahnen, dass Honor ebenfalls ein Geheimnis ihr Eigen nennt.

Als dann auch noch im Nachbarhaus der deutlich jüngere Marcus einzieht, ist das Chaos scheinbar perfekt. Wobei urplötzlich auch die alleinerziehende Jo ein Geheimnis hat. Damit trägt jede der drei Frauen ein Geheimnis mit sich herum, das sie angestrengt untereinander verbergen. Doch wie der Teufel es so will spielt das Leben manchmal ganz anders als man es sich so vorstellt…

Lydias Welt bricht zusammen, Honor tastet sich inzwischen durch das Leben und Jo versucht in gestohlenen Stunden ein bisschen Glück zu ergattern. Eines Tages scheint sich die einstige Situation des Todes von Stephen, der immer noch in den Köpfen der ach so unterschiedlichen Frauen geistert, in den eigenen Reihen zu wiederholen. Und genau diese Situation wird der Auslöser für eine gegenseitige Offenbarung von Jo, Lydia und Honor, die für gänzliche neue Perspektiven sorgt…

Mein Fazit zum Buch „Der Tag, an dem der Sommer begann“:

Bei dem vorgestellten Buch handelt es sich um eine wunderschöne Geschichte, die sich um Vertrauen, Liebe, Schuld und Veränderung dreht. Der Roman ist hierbei mit einer emotionalen Tiefe sowie einer gewissen Leichtigkeit geschrieben, so dass man sich für einige Stunden in der Story fallen lassen kann. Fast hat man beim Lesen zudem das Gefühl mitten drin zu sein: inklusive dem Mitleiden, Mitfreuen und Aufregen. Derart gespickt mit allem was dir und mir ebenfalls im Leben passieren könnte, tat es mir echt leid als ich die letzte Seite gelesen habe. Somit kaum verwunderlich, dass ich euch diesen Roman wärmstens empfehlen möchte 🙂

Der Roman „Der Tag, an dem der Sommer begann“, geschrieben von Julie Cohen, mit einer Übersetzung aus dem Englischen durch Ute Brammertz, ist als Deutsche Erstausgabe 2017 im Diana Verlag erschienen, umfasst 430 Seiten, kostet 9,99€ und ist direkt unter folgendem Link erhältlich: Der Tag, an dem der Sommer begann: Roman

 

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