Rezension: Hausbesuche -Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte

Ihr seid gerade Mutter geworden, zu eurem Partner in ein bestimmtes Stadtviertel gezogen und langweilt euch in eurer Elternzeit? Dann könntet ihr es so machen wie Stepha…Kuchen backen, das Rotkäppchen-Körbchen bestücken und einfach in 200 Tagen an 200 fremden Türen klingeln…

Mein Tipp für zukünftige Leser des Buches „Hausbesuche – Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“, geschrieben von Stephanie Quitterer, lautet gleich zu Beginn: 1. lasst euch nicht von den ersten 5-10 Seiten täuschen, 2. legt Taschentücher zum Tränen abtrocken (vor lauter Lachen) bereit und 3. zückt euren Handmixer und lasst den Backofen heißlaufen 🙂

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Die ersten paar Seiten empfand ich für mich selbst als nicht ganz so einfach und flüssig. Doch da ich mich nur selten gleich von solch einem ersten Leseeindruck beeinflussen lasse, habe ich brav weitergelesen und…wurde überhaupt nicht enttäuscht! Im Gegenteil, denn die Autorin Stephanie Quitterer hat es schreibend faustdick hinter den weiblichen cleveren Ohren.

Stephanie, ihres Zeichens Mutter einer niedlichen Babytochter und derzeit im Elternurlaub, langweilt sich in ihrem Alltag. Da sie schon immer die Neugier und Abenteuerlust in der Verbindung mit einer Fremdwohnungssehnsucht geplagt hat, entschließt sie sich zu einem sehr eigenwilligen Experiment: bis zum Ende ihres mütterlich bedingten Arbeitsurlaubs als Regieassistentin, will sie jeden Tag einen Kuchen backen und damit spontan, mitsamt weiterer Kaffeeklatsch-Utensilien, an 200 fremden Haustüren in der Nachbarschaft klingeln. Und sich somit selbst dort einladen, um zu sehen wer da wie wohnt, welche Geheimnisse sich hinter den Haustüren befinden und was für Menschen sich als ihre Nachbarn entpuppen.

Ihr Mann Tom, oft dazu berufen auf die gemeinsame Tochter aufzupassen, wenn Stepha loszieht, ist von der Idee seiner Frau so gar nicht begeistert und schwankt zwischen „du fällst einem Triebtäter in die Hände “ und „das ist schwachsinning und viel zu gefährlich“. Allerdings kann er Stephanie nicht davon abhalten ihren Plan umzusetzen, zumal sie gewettet hat. Zwar mit sich selbst, aber das ist ja dann auch gerade wurscht. 200 Tage, 200 Kuchen und 200 mal an fremden Türen klingeln und um Einlass bitten. Was sie dabei erlebt lässt einen fast durchweg schmunzeln und bringt einen sogar zum herzlichen Lachen. Das so ganz nebenbei eine Vielzahl, ebenfalls sehr humorig aufgeschriebene, Kuchenrezepte nachzulesen sind, ist eine besondere Zugabe in diesem Buch.

Mein Fazit:

Die Autorin Stephanie Quitterer hat einen sehr eigenwilligen, jedoch sehr intelligenten und querdenkenden Schreibstil. Nach den ersten paar Seiten kann man sich ihrer Schreibweise kaum entziehen und ist selbst erpicht darauf ihr bei ihrem Experiment gespannt zu folgen. Die dabei entstehenden Geschichten kitzeln manchmal so ein ganz klein bisschen die Gänsehaut hervor, lassen die Leber und Milz beim Lachen aufspringen und sorgen einfach nur für einige Stunden gute Laune beim gemütlichen Lesen. Sehr empfehlenswert, diese Lektüre, und somit kann ich euch das Buch nur ans Herz legen. Sofern ihr Lust habt euch in geistig höhere Sphären der Erzählkunst zu begeben, denn die Autorin fordert einen bei allem Witz zum Mitdenken heraus.

Das Buch „Hausbesuche – Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“, geschrieben von Stephanie Quitterer, ist im Knaus Verlag erschienen, umfasst 230 Seiten, kostet 16,99€ und ist im Handel ebenso erhältlich wie auch direkt hier unter folgendem Link: Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte

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13 Gedanken zu “Rezension: Hausbesuche -Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte

  1. alleine die Idee ist schon cool…ich mag Bücher, die Geschichten von einer anderen Seite aufreissen……..und toll vorgestellt, Liebe Grüße, Ann, die Dein Glas Wein bei der Lektüre geniesst 😉

      1. muss am Wein gelegen haben 😉 *kicher* danke dafür !…Spass beiseite, das Buch klingt wirklich interessant und anders als das meiste 😉 und das mag ich!

      2. 🙂 stimmt, das Buch ist anders. Die Autorin, also wie sie ihre Gedankensprünge, Witz und Scharfsinnigkeit zusammengepackt hat..Respekt…von einer langeweiligen, seichten Lektüre kann da wirklich nicht die Rede sein. Klasse finde ich auch die Rezepte, die fast bei jedem Kapitel am Anfang zu finden sind 🙂 auch wenn ich ihre ersten Backversuche mit verkohlten Schweinsohren aus Blätterteig nicht nachmachen wollen würde *grins*

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