Veränderung: warum die Selbstständigkeit Zufriedenheit schafft

Manchmal werde ich gefragt „Viola, sag mal, wie geht das mit der Selbstständigkeit, worauf muss ich achten, mit was soll ich mich überhaupt selbstständig machen, welche Risiken sollte ich beachten und macht ein eigenes Unternehmen wirklich zufriedener?“ Viele Fragen. Berechtigt. Mit diesem Beitrag könntet ihr etwas klarer sehen, wenn ihr schon lange einen Traum oder das Gefühl habt „ich will mein eigener Chef werden“…

Wir alle gehen im Leben Wege, die in der Regel auch eine berufliche Laufbahn beinhalten. Ob gleich nach dem Ende der Schulzeit eine Lehre oder ein Studium angeschlossen wird, ob wir aus einem Elternhaus kommen, das durch eine selbstständige Tätigkeit von Mutter oder Vater geprägt wurde oder ob es einfach nur darum geht „mit irgendwas Geld zu verdienen“ – Arbeiten gehört normalerweise zum Leben und zur persönlichen Entwicklung dazu. Sofern man den Traum des Lebens nicht darin sieht ganz bewusst nichts zu tun. Verschenkte Lebenszeit und eigene Potenziale. Aber entscheiden muss hier jeder für sich selbst, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.

Nun ist es oftmals so, dass wir einen Job haben oder gar im erlernten Beruf seit Jahren im gleichen Betrieb sind. Für viele Menschen ist das vollkommen ausreichend: Dienst nach Plan, Anweisungen entgegennehmen und im Sinne des Chefs umsetzen, den stets gleichen Lohn am Monatsanfang kassieren, geplant in den Urlaub gehen…aber für genau so viele Menschen ist solch eine Routine, gepaart mit einer hohen inneren Unzufriedenheit oder Umtriebigkeit, fast schon Horror. Dann kann irgendwann der Punkt kommen, wo man sich denkt: wie gerne wäre ich doch selbstständig und hätte meine eigene kleine Firma oder Geschäft! Bei den meisten folgen anschließend die Gedanken: Das schaffe ich eh nicht! Das Risiko, dass die Selbstständigkeit schief geht ist so hoch! Die Leute glauben bestimmt ich spinne! Ich weiß gar nicht wie ich die Selbstständigkeit umsetzen soll! Und, und, und…ganz normale Gedankengänge, aber diese sind mit gezieltem Vorgehen kaum mehr von Bedeutung. Wichtig ist erst einmal sich zu sagen: ich habe nur dieses eine Leben und ich habe ein Recht darauf genau das zu machen, was ich am besten kann, was ich leidenschaftlich tue und das mir eine hohe Zufriedenheit verschafft. Und ich will es selber in der Hand haben wie viel ich arbeite und verdiene!

Ich selbst kenne mehrfach beide Seiten: als Angestellte und als Selbstständige zu arbeiten. Somit weiß ich wovon ich spreche. Zumal ich anderen ebenfalls schon dazu verholfen habe eine eigene erfolgreiche Selbstständigkeit aufzubauen. Grundsätzlich lässt sich erst einmal sagen: fast jeder kann sein eigenes Unternehmen gründen, ob nebenberuflich oder hauptberuflich. Allerdings gilt es von Anfang an einiges zu beachten, damit das Risiko des Scheiterns minimiert werden kann. Aber: ohne Risiko im Leben, kein Gewinn oder Erfolg!

Mit der inneren Unzufriedenheit fängt es an

Es kommt die Zeit, da hat man ehrlich gesagt die Nase voll von einem „Komm, komm, geh, geh“ und der Tatsache, dass, trotz hohem Einsatz und Loyalität, das Gehalt oder der Lohn nicht so ansteigt, dass man damit zufrieden wäre. „Warum anderen zu Geld verhelfen, wenn ich das in eigener Sache ebenso kann?“ ist eine der nächsten Fragen, die ab solch einem Punkt dann auftauchen. Und vielleicht hat man vorher schon lange davon geträumt mit seinem Wissen, Kenntnissen, Talenten und Fähigkeiten die Selbstständigkeit anzustreben. Aber wie so oft im Leben: alles hat seine Zeit und dann macht es auch erst wirklich Sinn etwas gänzlich Neues, ja, augenscheinlich Riskantes zu wagen, wenn diese entscheidende Frage einen umtreibt.

Ideen spinnen

Ist man an dem Punkt seiner Überlegungen angelangt, und hat den Mut gefasst endlich das zu tun, was man wirklich will, beginnt das Ideen spinnen. Und wieder das Beantworten von zahlreichen Fragen: womit kann ich mich selbstständig machen? Worin bin ich richtig gut? Welche Kenntnisse oder Fähigkeiten fehlen mir noch für die Umsetzung? Wie soll mein Geschäftskonzept aussehen? Wie viel Geld brauche ich, um starten zu können und woher bekomme ich es? Welchen Standort soll ich aussuchen, brauche ich ein eigenes Büro? Benötige ich gleich zu Beginn Mitarbeiter oder kann ich den Anfang alleine stemmen? Wie viel Zeit und Opfer bin ich bereit zu erbringen, um mein eigenes Ding zu machen? Beim Beantworten der zahlreichen wichtigen Fragen, helfen folgende Vorgehensweisen:

  • das Erstellen einer Mind Map. Hier werden die Ideen, und seien sie erst einmal noch so unsinnig, alle um den Kernpunkt aufgeschrieben.
  • das nächste ist der Businessplan. Ohne den sollte keiner beginnen, selbst dann nicht, wenn man kein Fremdkapital benötigt.
  • das Geschäftskonzept gehört ebenfalls ausführlich zu Papier gebracht.
  • sich über mögliche Finanzierungen informieren, so etwa bei der Hausbank, der KfW-Bank oder privaten Geldgebern, gibt mehr Sicherheit hinsichtlich der Finanzen.
  • zwar sollte man gerade mit etwas Neuem nicht hausieren gehen, aber es lohnt sich mit anderen Menschen über seine angestrebte Geschäftsidee und Selbstständigkeit zu sprechen. Allerdings: die meisten werden ablehnende Sprüche von sich abgeben! Diese kann man dann zwar überdenken, aber nicht zwingend annehmen, denn vielfach steckt nur der Neid hinter den Worten, da er oder sie selber nicht den Mut zur eigenen Firma haben.
  • das Visualisieren des eigenen Unternehmens bringt einen Tag für Tag weiter: wie sieht das Büro, das Geschäft, das Lokal, der Internet-Shop genau aus? Wie wird der Umgang mit den Kunden und dem Arbeiten ansich sein? Hier täglich das erste Ziel bildhaft vor Augen zu haben motiviert, gibt neue Impulse und verhilft zudem möglichst nah an den einstigen Traum heranzukommen.
  • jeder Tag sollte, auch wenn man noch irgendwo angestellt arbeitet, mindestens 1-2 Stunden an Zeit für das eigene Unternehmen beinhalten: Pläne und Konzepte ausarbeiten, Kontakte schaffen, die erste Werbematerialien erstellen…es gibt viel zu tun und am besten immer Stück für Stück.
  • abgeklärt werden sollte auch in der ersten Phase wie die Partnerin, der Partner, die Familie über die Selbstständigkeit denken. Ziehen sie mit? Stehen sie voll hinter einem? Sind sie bereit zu helfen oder gar das Opfer von erst einmal weniger Zeit und unter Umständen weniger Geld mitzutragen?

Brennen für sich selbst

Was anfangs als kleine, mitunter spärliche Flamme in einem selbst zu finden war, sollte nach zu nach zu einem stetig brennenden Feuer werden. Damit das so ist, heißt es sich tatsächlich genau mit dem Selbstständig zu machen, was für einen selbst eigentlich keine Arbeit, sondern Spaß, Freude, Anerkennung und Zufriedenheit schenkt. Ob man ein Produkt selbst erfindet und entwickelt, mit dem Schreiben beginnt, ein Lokal eröffnet, ein Büro in Sachen Dienstleistung aufmacht oder, oder, oder…das tägliche Brennen für sich selbst bringt einen genau da hin wohin man will. Und mit diesem Brennen erreicht man auch andere Menschen, potenzielle Kunden, zum Beispiel, oder die Familie, Freunde und ideelle oder finanzielle Unterstützer.

Anfangen ist das Ziel

Ihr seht, ein Traum von Selbstständigkeit kann wahr werden, sofern man nicht naiv an die Sache herangeht, sondern mit Leidenschaft, Herz, Hirn und Verstand. Aber eines ist Grundvoraussetzung, damit es was wird: Anfangen ist das Ziel! Gleich, jetzt und heute! Besonders dann, wenn ihr euch in eurem (Berufs-) Leben nur noch ausgebrannt und unzufrieden fühlt. Denn merke: das Leben ist zu kurz, um auf „Irgendwann“ zu warten…

 

Fotoquelle: fti.de

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