Stillen wie einst am Lagerfeuer – Muttermilch immer die beste Nahrung?

Als Mama, bereits seit vielen Jahren aus der Stillzeit heraus, empfand ich das Stillen meiner Kinder nicht nur als das Natürlichste der Welt, sondern auch als das Gesündeste. Von der Nähe zu meinen einstigen Zwergen einmal abgesehen. Allerdings habe ich mich damals schon so einiges gefragt…

…ist Muttermilch wirklich das Beste fürs Kind? Was tun, wenn die Milch scheinbar zu wenig fließt? Oder ist Ersatznahrung doch gesünder? Und, ebenfalls eine bis heute aktuelle Frage: warum ist so vielen Müttern die straffe Brust lieber als ihrem Baby diese in den ersten Monaten zu geben?

Ich weiß ja nicht, aber habt ihr auch schon mal festgestellt, dass man als Mutter immerzu etwas falsch macht? Meiner Erfahrung nach ja, und Schuld hinsichtlich der Gesundheit und Erziehung der Kinder sind wir eh. Als ich noch jung war, habe ich mir diesen Schuh sehr häufig angezogen, aber natürlich habe ich mich von derartigen gesellschaftlichen Schuldzuweisungen schon lange verabschiedet. Das Stillen war einst auch bei mir ein Thema, wobei ich stets meine Kinder gestillt habe. Dauer: bis zu knapp acht Monate (natürlich dann mit zusätzlicher Nahrung). Ob mein Busen darunter litt oder nicht, war mir ziemlich egal. Ein möglicher Hängebusen gehört nun mal dazu, wenn man sich für Kinder entscheidet. Shit happens 🙂

Grundsätzlich ist Muttermilch das Beste für das Baby, sofern die Mutter nicht gerade in einer Chemiefabrik arbeitet, Drogen konsumiert, Alkohol trinkt oder anderweitig Ungesundes zu sich nimmt, was sie dann wiederum an das Baby abgibt. Nun ist es aber auch so, dass bei vielen neuen Mamis die Milch nicht fließen will. Hier wird dann oft schnell der Rat gegeben, dass sie lieber ganz abstillen und zu Ersatzmilch greifen sollten. Ein weiser Rat?

Bevor eine Mama sich für diesen Weg entscheidet ein persönlicher Tipp von mir: es gibt Milchbildungstee und wer ab und zu ein Malzbier trinkt, der könnte mitunter dann sogar einer Kuh in Sachen Milchfluss Konkurrenz machen. Gleich aufgeben, nur weil der Milchfluss vielleicht nicht so stark ist (oftmals meint Frau das auch nur), wäre wohl nicht der richtige Weg, wenn man sich grundsätzlich zum Stillen entschieden hat. Grund: die Nähe zum Kind, die vielfach enthaltenen gesunden Stoffe zur Stärkung des noch jungen Immunsystems…

Hebammen und Frauenärzte sind bei solch einem milchigen Problem zunächst die besten Anlaufstellen. Zudem sollte Frau sich Stress möglichst vom Hals halten und sich auch selbst nicht dadurch stressen, dass der Busen leiden könnte oder das Übergewicht und der noch weiche Bauch rasch verschwinden. Hinweis: 9 Monate kommt, 9 Monate geht. Alles ganz natürlich.

Seit ich vor sehr vielen Jahren den Skandal um Nestle und die Ersatzmilch in Afrika miterlebt habe, bin ich erst einmal dafür, dass Frau und Baby den natürlichen Weg der Nahrungsaufnahme gehen sollten. Denn: ist erst einmal komplett abgestillt, gibt es da keinen Weg zurück. Eine Entscheidung, die wohl durchdacht sein sollte. Meiner Meinung nach.

Habt ihr gestillt?

Welche Nahrung findet ihr für ein Neugeborenes am besten?

Ist euch euer Busen und die Figur wichtiger gewesen als das Wohl eures Zwerges?

Wie denkt ihr Männer über dieses Thema?

3 Gedanken zu “Stillen wie einst am Lagerfeuer – Muttermilch immer die beste Nahrung?

  1. Ich habe bei Kind 1 nur kurz gestillt, er war ein Schreibaby und hatte Kolliken…ich lebte zu dem zeitpunkt in Frankreich und der Arzt empfahl mir abzustillen, um zu sehen, was wirklich an Menge blieb…..was Blödsinn war, aber er kannte sich nicht mit Stillen aus. Kind 2 habe ich über 1 Jahr gestillt und es war super praktisch(und ich kam wegen fehlender Milch mit Flasche aus dem Krankenhaus, aber eine Hebamme, die ich anrief, hat mir alle Tipps gegeben und es lief……..ich denke Kind 1 hätte ich mit deutscher Unterstützung auch länger gestillt. Und mein Busen war mir sowas von egal;-)

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