Braucht man Disziplin, wenn einem etwas wichtig ist?!

Ich weiß ja nicht, was ihr so von anderen gehört, gelesen oder beigebracht bekommen habt, aber ich habe mit dem Wort „Disziplin“ von Kindesbeinen an so mein Wortproblem. Hört sich irgendwie so starr und kalt an, passt ergo nicht zu meinem warmen Wesen (naja, meistens warm, also innerlich, äußerlich bin ich nämlich unter 20 Grad nur eine laufende Frostbeule). Somit: für alle, denen es bei diesem Wort ebenso geht, habe ich einen Geheimtipp…

Meine Eltern waren zwar meistens zielstrebig, aber mit dem sehr deutschen Wort Disziplin haben sie mich nie genervt *ein Danke zu ihnen sende, wo auch immer sie gerade sind*. In der Schule hingegen, und später folgend im Berufsleben, bin ich immer wieder über dieses Wort gestolpert. Das löst bei mir manchmal nicht nur Widerwillen, sondern fast schon störrischen Juckreiz aus. Hört sich so nach Zwang an *mich schüttelt es schon wieder*, also den mag ich sowieso nicht.

Nun ist es doch zumeist so, dass uns stets ein diszipliniertes Verhalten gepredigt wird: „Nur mit Disziplin erreichst du was im Leben!“ oder „nur mit Disziplin nimmst du ab oder, oder, oder…“ Für mich klingt das nach einem mich ständig antreibenden „Muss“. Übrigens auch so ein Juckreiz auslösendes Wort für mich. So verwundert es kaum, dass ich in all den vergangenen Jahrzehnten für mich eine Strategie entwickelt habe wie ich das Wort Disziplin austauschen kann. Und stellt euch vor: da gibt es tatsächlich ein Wort als Tauschmittel 🙂

„Wichtig“. Ja, ihr habt gerade richtig gelesen. Ich habe nämlich festgestellt, auch nach gefühlten Hundert Büchern zu diesem Thema, dass ich gar keine Disziplin benötige, wenn mir etwas wichtig erscheint. Und warum ist das wohl so?!?

Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, ist es zum Beispiel für mich kein Muss mehr, somit brauche ich auch kein starres diszipliniertes Verhalten, denn ich mache es gerne. Abnehmen? In dem Moment wo mir dieses Thema wichtig ist, brauche ich mich nicht zwanghaft an bestimmte Regeln halten, sondern ich mache einfach und halte wie selbstverständlich durch. Schreiben? Diszipliniert eine Liste abarbeiten? Oh Graus, aber wenn ich Spaß am Tun habe und für mich „wichtig“ fixiert habe, läuft es fast von alleine. Disziplin beim Sparen? Na, wer Muss, dem vergeht doch schon wieder alles. Aber wenn es einem wichtig ist Geld auf etwas Bestimmtes zu sparen – flupp, klappt es plötzlich wunderbar. Ohne Verzichtgefühl oder ähnliches. Und das sind nur drei Beispiele von vielen. Ich bin überzeugt davon, dass euch hierzu selbst eine elendig lange Liste einfällt 🙂

Das Schöne an dem Wortaustausch, und somit der veränderten Einstellung und Denkweise, ist, dass ein großer Druck abfällt und man selbst viel freudiger an bestimmte Dinge herangeht. Außerdem: alles was einem wirklich tief im Inneren wichtig ist, erledigt oder macht man mit einem bereits lachenden Auge hinsichtlich dem anstehenden Endergebnis. Zumindest geht es mir immer so.

Vielleicht fällt euch ja auch das eine oder andere im Leben leichter, wenn ihr mal diesen Wortaustausch praktiziert?!? Ich wünsche es euch auf jeden Fall 🙂

5 Gedanken zu “Braucht man Disziplin, wenn einem etwas wichtig ist?!

  1. ich finde Motivation wichtiger! Disziplin ist negativ behaftet, das sehe ich auch so! Tja…da wäre noch der Begriff der Konsequenz! Fehlt mit Motivation oder Disziplin, wenn ich nicht konsequent bin. Ich denke dann noch mal ne Runde nach! Sehr guter Beitrag, ich weiß zwar immer noch nicht, warum ich inkonsequent bin in so manchen Dingen…aber wenn ich es weiß, melde ich mich nochmal 😉

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