Reichtum schützt vor Flüchtlingen nicht

Ich weiß, der Titel ist durchaus provokant, aber er passt wie die sprichwörtliche Faust auf das Auge. Ein von mir gesehener Bericht, zu genau diesem Thema, beschäftigt mich bereits den ganzen Vormittag…

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Um eines von vorneweg klarzustellen: ich gönne jedem Menschen, wenn er zu Reichtum gelangt. Ob dieser aus einem inneren, geistigen Reichtum besteht oder in einer harten Währung, spielt für mich hierbei keine Rolle. Ich neide keinem seinen Reichtum, denn so lange ich körperlich und geistig gesund bin, kann ich diesen durchaus auch selbst erreichen. Somit lieber an der eigenen Nase ziehen als anderen voller Neid Gehässigkeiten an den Kopf zu werfen. So viel dazu.

Was mich jedoch immer wieder beschäftigt, seit Jahren und in verschiedenen Bereichen des Lebens, ist die oftmals zu erlebene Arroganz derer, die weder in einer Sozialwohnung noch in einem Ghetto-ähnlichen Bezirk leben (müssen). Äußerst passend zu dieser Thematik konnte ich heute morgen einen Bericht im Fernsehen mitansehen. Und hat bei mir die durchaus provokante Ansicht ausgelöst und gefestigt: Reichtum schützt vor Flüchtlingen nicht.

Der Bericht, gesendet auf SAT1, handelte vom noblen Münchner Bezirk Grünwald, die dort in einem großen Zelt befindlichen rund 300 Flüchtlinge und Asylanten sowie den Anwohnern der gehobenen Schicht. Und deren Bürger-Begehren, angesichts der dort nun befindlichen Flüchtlinge, an den Bürgermeister von Grünwald.

Die Initiatorin des Bürger-Begehrens fordert hierzu auf, dass die ansässigen Flüchtlinge mehr aus Frauen, Kindern und Familien denn aus männlichen Flüchtlingen bestehen sollten. Von Ängsten wird bei den Anwohner gesprochen. Das sichere Gefühl sei deutlich weniger vorhanden, als es früher war. Nachfragen der Reporter bei der dortigen Polizei ergaben allerdings bislang keine angezeigten Straftaten hinsichtlich sexueller Übergriffe oder anderweitige krimininelle Handlungen durch Flüchtlinge.

Mir werfen sich bei diesem Thema Fragen auf…

Ist es tatsächlich so, dass nun die Bewohner in Grünwald, so gut wie alle gutsituiert, Angst haben müssen ausgeraubt und vergewaltigt zu werden? Das ihre Kinder gefährdet sind, und nun die dortigen Eltern ihre Kinder lieber mit dem Auto in die Innenstadt oder zur Schule fahren, anstatt sie wie bisher mit dem Bus fahren zu lassen? Haben Sie Angst ihren Reichtum zu verlieren? Oder entstehen die Ängste und das ungute Gefühl bei diesen Menschen vielmehr durch den Gedanken „was, wenn ich selbst plötzlich arm und flüchtig sein muss?“ Könnten sie nicht konkret irgendetwas mit ihren vorhandenen finanziellen Mitteln für andere, Bedürftige, tun (ob für die „eigenen“ oder „fremden“ Leute sei dahingestellt)?

Grundsätzlich versuche ich erst einmal zu verstehen warum und wieso Menschen bestimmte Dinge und Handlungen tun oder was sie innerlich umtreibt. Unabhängig des Alters, des Geschlechts oder der Nationalität. Und ich habe Verständnis für beide „Parteien“, gerade wenn es um das allgegenwärtige Thema Deutschland und seine Flüchtlinge und deutsche Bewohner geht. Aber das Fragen nach dem „Warum“ erlaube ich mir immer wieder. Ob diese Frage an „Normalos“, an die Politiker oder an die Flüchtlinge gerichtet ist – Antworten habe ich diesbezüglich noch keine konkreten erhalten…

Wie denkt ihr über dieses Thema?

 

Fotoquelle: wikipedia

 

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Ein Gedanke zu “Reichtum schützt vor Flüchtlingen nicht

  1. „Was mich jedoch immer wieder beschäftigt, seit Jahren und in verschiedenen Bereichen des Lebens, ist die oftmals zu erlebene Arroganz derer, die weder in einer Sozialwohnung noch in einem Ghetto-ähnlichen Bezirk leben (müssen). “ – Das geht mir auch so. Und ich sehe auch, dass nicht jeder, auch wenn er gesund ist, sich selbst aus seiner Situation befreien kann.

    Zum Hauptthema kann man sich stundenlang streiten. Ich kann nachvollziehen, wenn jemand Bedenken bezüglich der Flüchtlinge hat. Ich glaube auch, dass die Mehrheit der Deutschen lieber Flüchtlings-Familien in seiner Nachbarschaft hätte, wenn es schon sein muss, als allein reisende junge Männer. Ich kann das aber nicht anhand von Fakten belegen.

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