Rohkost und Ernährung – ein kleiner Einblick

Während die einen einfach nur nach irgendwelchem Essbaren greifen, erweisen sich die Themen Ernährung und Gesundheit für viele andere als essentiell im Leben. Allerdings gibt es eine Vielzahl an verwirrenden Informationen und Ratschläge rund um das Thema Ernährung und wirft entsprechende Fragen auf: vegetarisch oder vegan, laktosefrei oder glutenfrei, ohne Fett oder mit, nur Rohkost oder lieber mehr Fleisch? Beschäftigen wir uns nun erst einmal mit der Rohkost und wie diese sinnvoll in den persönlichen Speiseplan intergriert werden kann…

220px-Rohkost-Salat-01 …Rohkost als leckerer Salat

Täglich erreichen uns über die Medien immer wieder neue (Schreckens-)Meldungen in Sachen Lebensmittel. Ob Kunststoffteilchen im Mars, der Ausbruch einer neuen Vogelgrippe oder Schweinegrippe, Gammelfleisch, Lebenmittel, die schon lange über dem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) liegen und doch noch verkauft werden, eine Zunahme an Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten…als Verbraucher weiß man da doch wirklich kaum mehr, was man überhaupt noch essen kann oder soll.

Hinzu kommen Tausende von Ratschläge und Mode-Diäten, die einem suggerieren wollen „ernähre dich nur noch so und du bist top fit“. Leider stimmt das oftmals nicht. Was allerdings stimmt, und auch sehr schlüssig für ein Verstehen ist, ist, dass je naturbelassener ein Lebensmittel oder ein Gericht ist, desto gesünder und wertvoller ist es für uns.

Die Vorteile einer naturbelassenen Ernährung liegen auf der Hand: keine chemisch hergestellten Zusätze, keine Konservierungsstoffe, keine falsche Aromen (wie etwa aus Holz hergestelltes Erdbeeraroma), kaum Vitamin- oder Nährstoffverlust, mehr Frische und natürlicher Geschmack. Eine Form des Eating Clean ist eine Ernährung, in der Rohkost eine wichtige Rolle spielt. Doch was ist eigentlich Rohkost und wie könnte eine Ernährungsform damit aussehen und sich umsetzen lassen?

Der Begriff Rohkost

Hinter dem Wort Rohkost verbergen sich pflanzliche und tierische Nahrungsmittel, die roh und naturbelassen sowie frisch und ohne erhitzen auf den Teller kommen. Im Allgemeinen jedoch wird „Rohkost essen“ mit einer überwiegend pflanzlichen Ernährung in Verbindung gebracht, die sich darauf konzentriert eben nicht gekocht, gegart, gebacken oder gedünstet zu werden. Die entsprechenden Ernährungslehren mit Bezug auf Rohkost sind gerade auch im deutschsprachigen Raum äußert differenziert und somit fehlt ein eindeutiger gemeinsamer Konsens der jeweiligen Verfechter.

Neben einem esotherischen Aspekt, so etwa mit der Ansicht nur rohe Lebensmittel seien für den Menschen gut, um auch die Seele der Nahrung nicht zu verletzten, steht beim Griff nach Rohkost allerdings etwas ganz anderes im Vordergrund: je weniger ein Lebensmittel bearbeitet und erhitzt wird, desto größer ist der gesundheitliche Nutzen für den Menschen. Vitamine, Mineralsstoffe und Spurenelemente, natürliche Fette und Zucker oder auch Proteine und Kohlenhydrate und Ballaststoffe bleiben weitestgehend erhalten, wenn sie nicht in irgendeiner Form gekocht oder hitztechnisch bearbeitet werden. Hinzu kommt, dass damit „untergejubelte“ Zusatzstoffe außenvor bleiben, was nachweislich tatsächlich deutlich gesünder ist und ergänzend dafür sorgen kann, dass Allergien erst gar nicht enstehen oder doch deutlich in ihrem Vorhandensein nachlassen.

Was gehört zur Rohkost?

In erster Linie natürlich Obst, Gemüse und Salate, Kräuter und so gut wie alles „Grüne“, Avocados, Nüsse, Öle, Samen, Pilze oder auch vergorene Nahrungsmittel wie etwa Sauerkraut oder eingelegte Gemüsesorten. Ebenfalls als Rohkost gelten Rohmilchprodukte, Eier, Tatar, Schinken, Fisch (z.B. Hering, Lachs, Matjes oder Thunfisch) und viele weitere Nahrungsmittel der Kategorie Rohkost.

Rohkost im Alltag und im Rahmen einer „normalen“ ausgewogenen Ernährung

Jeder, der gerne Obstsalat oder gemischten Salat isst, ist bereits im weitesten Sinne der Begrifflichkeit nach ein Rohköstler. Eine Tatsache, die aufzeigt, dass mit der Integration von Rohkost kein großer Aufwand betrieben wird oder werden muss. Ein feiner Gurkensalat, Tomatensalat, Rotkraut- oder Weißkrautsalat, Karottensalat und Co. sind sowieso schon sehr häufig eine gesunde Beilage oder oftmals sogar mit einigen wenigen weiteren Zutaten eine komplette Mahlzeit.

Anders sieht es natürlich bei all jenen aus, die als Rohköstler bezeichnet werden und die sich ausschließlich mit Rohkost oder der sogenannten Urkost ernähren. All jene verzichten auf wirklich alles, das nicht ursprünglich ist: Zucker, Salz, Tee (der ja in der Regel aufgebrüht wird), alle gekochte, gedünstete, gegarte, gebackene, erhitzte Speisen, Getreide (es sei denn diese können einfach so gegessen werden und wurden nicht zuvor künstlich bearbeitet), keine Nahrungsergänzungsmittel und, wer konsequent vegan mit der Urkost lebt, auch keine Verwendung von Zahnpasta, bestimmte Kleidung und Schuhe oder Gegenstände im Haushalt und für den Alltagsgebrauch. Doch von solch extrem konsequenten Rohköstlern gibt es nicht sehr viele hierzulande.

Eines ist allerdings nicht von der Hand zu weisen: Rohkost ist gesund und sollte deshalb wirklich nicht im Speiseplan fehlen. Abgesehen von den Nährstoffen, die weitestgehend erhalten bleiben, lässt sich auch der Geldbeutel und vor allem die Umwelt schonen. Lose gekaufte Nahrungsmittel, überwiegend nach dem saisonalen Angebot gekauft, sollten durchaus im Fokus der persönlichen Ernährung stehen. Übrigens gibt es hierzu die große Gießener Rohkost Studie, die es sich lohnt einmal genauer anzusehen.

Darin wird unter anderem auch aufgezeigt, welche Auswirkungen sich durch die Integration von Rohkost im Speiseplan auf unsere Gesundheit aufzeigen (können). Sehr interessant und empfehlenswert zu erforschen.

Schlussendlich muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden wie er sich ernähren will und was ihm selbst gut tut. Trotz allem lohnt es sich tatsächlich auch immer wieder den Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen, denn oftmals ergeben sich hierbei neue Erkenntnisse, die ein sich fit und gesund fühlen nochmals eine Steigerung erfahren lassen können.

Esst ihr viel Rohkost?

Welche Ernährungsform lebt ihr und was haltet ihr von der Urkost?

 

Fotoquelle: wikipedia

 

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