Wie es gelingt auch stupiden alltäglichen privaten und beruflichen Arbeiten Gutes abzugewinnen

Die meisten Menschen ersticken fast an der täglichen Routine. Ob der Haushalt, die Selbstständigkeit oder ein Leben als Angestellter – es wird sich das Leben selbst immer schwerer gemacht, gejammert und bedauert. Dabei hilft lediglich eine Einstellungsänderung selbst langweiligen, ätzenden und stupiden Tätigkeiten noch Gutes abzugewinnen. Die folgenden Tipps helfen dabei. Heute mit Teil 1: das Leben als Hausfrau…

Die Hausfrau ist jeden Tag aufs Neue genervt: gestern geputzt, abgestaubt, Gardinen gewaschen, die Zimmer aufgeräumt – und schon heute kann sie wieder von vorne beginnen. Wie undankbar so ein Haushalt oder auch die Familienmitglieder sind! Geld verdient sie auch nicht damit…Nun kann sie sich im Jammern verlieren, an der Tatsache, dass eben die Arbeit gemacht werden muss, ändert sich allerdings nichts. Vielmehr zeigt sich doch, dass jeder Handschlag und somit Tätigkeit noch länger dauert, weil man sie nicht einfach macht, sondern darüber nachdenkt „überhaupt nichts mehr machen zu wollen“. Doch genau hier hilft es die persönliche Einstellung zu ändern! Positiv an die Arbeiten im Haushalt ranzugehen und sich nicht im unnötigen Jammern verlieren, weil niemals ein Meister Propper durch die Wohnung für uns schweben wird.

Tipps für eine neue positive Einstellung als Hausfrau:

  • Ein Dauerbrennthema jeder Vollzeit-Hausfrau: ich mache das alles umsonst und verdienen keinen Euro daran! Ist das wirklich so? Die meisten sind nachwievor in einer Ehe oder Beziehung, sprich Lebensgemeinschaft. Und ebenfalls nachwievor bringen die Männer in erster Linie das Geld nach Hause. Nun sehen wir uns mal genauer an, ob man als sogenannte Nur-Hausfrau wahrhaftig keinen Lohn für die häuslichen Tätigkeiten bekommt:
  1. Lebt man in einer Beziehung, der Mann ist Alleinverdiener, dann bekommt man als Hausfrau folgenden Lohn: Kostenlos Wohnen (keine Miete, kein Strom, kein Wasser, keine Heizkosten, die man dann bezahlen muss), kostenloses Auto (keine Anschaffungskosten, keine Steuern, keine Versicherung, keine Reparaturen, kein Benzin, das man alles selber zahlen müsste); Friseurbesuche oder der Besuch bei der Nageltante und Kosmetikerin, die Pflege der Hobbys, kostenloser Urlaub, kostenlose neue Schuhe, Kleider und Schmuck…und die Liste ist beileibe noch nicht fertig.
  2. Mein Tipp für alle die sich ausgenutzt und nicht bezahlt fühlen: Hinsetzen, ein großes Blatt und einen Stift in die Hand genommen und einmal selber durchrechnen was es alles kosten würde, wenn man das als Hausfrau alles selber bezahlen müsste. Und: welchen Top-Job man dafür braucht, um den entsprechenden Betrag zu verdienen (ohne Anfahrt zur Arbeit, ohne das Zurückfahren etc…also der Zeitgewinn oder Fahrkosten sind hier noch gar nicht bedacht!). Wer sich das mal näher besieht wird sicherlich sehr rasch feststellen, dass sogar eine Überzahlung oftmals der Fall ist (besonders bei all jenen, die den ganzen Tag lieber vor dem Fernseher sitzen oder mit der Freundin quatschen).
  • Ein sauberer, gepflegter Haushalt schützt nun mal vor einer Verwahrlosung und Krankheiten. Außerdem sieht ein entkalkter Wasserhahn blinkend deutlich besser aus. Wenn man irgendwo als Angestellte arbeitet, dann erledigt man doch seine alltäglichen Aufgaben auch, ohne ständig zu jammern und zu meckern. Also heißt es sich zu sagen „DAS ist mein Job. Dieser bietet mir die Chance zuhause zu arbeiten, meine Zeit frei einzuteilen, ein stressiges außer Haus Arbeiten nicht erleben zu müssen. Ich gebe jeden Tag mein Bestes, kümmere mich somit um mich, meinen Partner und die Kinder, tue Gutes und kann jeden Abend aufs Neue stolz die Füße hochlegen!“
  • Steht ein Großputz an, warum auch immer (macht man täglich etwas wird das gar nicht nötig), hilft es sich Freundinnen ins Boot zu holen. Gemeinsames Aufräumen und Putzen macht viel Spaß, die Arbeiten gehen flotter von der Hand und sind somit viel rascher erledigt.
  • Sich von einer Perfektion zu verabschieden ist ebenfalls sehr hilfreich. Fühlt man sich genervt, weil eben alles 200% gemacht sein muss, dann liegt es an einem selbst seine Einstellung zu verändern. Es muss nicht jeden Tag Fenster geputzt werden, es muss nicht jeden Tag die Treppe blitzen und blinken…alle Fünfe mal gerade sein zu lassen, entspannt ungemein, verschafft neue Lebensfreiräume, um etwa Dinge zu tun, die nur des Spaßeswillens gemacht werden.
  • Haushalt erledigen und zeitgleich Sport treiben? Das geht wunderbar. Hierzu sollte man sich sein persönliches Haushalts-Fitness-Programm aufstellen und aufschreiben. Ausfallschritte beim Bodenputzen und Staubsaugen, Muskeltraining beim Gardinen aufhängen…wer mal intensiver darüber nachdenkt kommt rasch auf eine ewig lange Fitness-Liste, die sich mit dem Haushalt kombinieren und ausführen lässt.
  • Kochen ist ätzend? Werdet zur Köchin, die ihre „Gäste“ als Stammgäste behalten will! Tobt euch kreativ in der Küche aus, experimentiert mit den Lebensmitteln, vollzieht (nach Absprache mit den Familienmitgliedern) eine Ernährungsumstellung, seid euer eigener Gesundheits- und Abnehmberater! Gebt täglich euer Bestes, ihr selbst und eure „Gäste“ haben das nämlich verdient.
  • Das Erstellen eines „Arbeitsplans“, oder noch besser Managementplans, für das Unternehmen Haushalt ist ein weiteres hervorragendes Mittel, um sich bewusst zu machen wie wichtig all die Tätigkeiten sind. Hierbei kreative Wege gehen, macht nicht nur nur Spaß, sondern zudem lässt sich durch solch ein Vorgehen eine Menge erreichen. Zeitmanagement ermöglicht neue freie Zeit, die für eine Weiterbildung zuhause, ein neues Hobby oder eine Arbeit von Daheim aus genützt werden kann. Finanzmanagement: Preise vergleichen, mal ausprobieren wie eine mehrköpfige Familie mit einem Tagesbudget von 10€ 3 Mahlzeiten bekommen kann, erforschen wo unnötige Geldfresser in Sachen Haushalt und Wohnung versteckt sind…auch hier bietet sich eine Vielfalt an Möglichkeiten zum Finanzminister in eigener Sache zu werden. Das Ersparte kann wiederum für neue Anschaffungen, einen Urlaub oder Ausflüge eingesetzt werden. Beispielsweise.

Na, immer noch der Meinung das Leben als Hausfrau muss langweilig, eintönig und finanziell „tot“ sein?

Mit einem bisschen gutem Willen und einer positiven neuen Lebenseinstellung, Kreativität und Mut zur Veränderung kann gerade der Job Hausfrau und Mutter zu einem Traumjob werden. Übrigens auch hinsichtlich der Kinder: diesen Zeit schenken, beim Lernen helfen, ihnen die Natur näher bringen…und vieles weitere Sinnvolle mehr, gibt einem als Hausfrau und Mutter ein gutes Gefühl, Anerkennung, Liebe und so ganz nebenbei verhilft man seinen Kindern zu einem Mehr an Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, eine positive Lebenseinstellung und das tolle Gefühl der Macher des eigenen Lebens zu werden und zu sein. Mama ist dann das perfekte Vorbild, denn SIE lebt es ja täglich vor.

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