Regen

Regen

Draußen dunkelt es bereits,

ich sitze am Fenster

mit einer Tasse Tee in der Hand.

Meine Gedanken lasse ich weit schweifen,

beklemmende Gefühle mein Herz umgreifen

und der Regen prasselt an die Wand.

 

Gefühle, im Alltag vergraben,

beginnen in mir zu laufen,

mein Atem ähnelt dabei eher einem heftigen Schnaufen.

Mein Herz wird gezogen in ein anderes Land

und der Regen prasselt an die Wand.

 

Mein Liebster sitzt weit in der Ferne,

dabei wünsche ich ihn mir so gerne

neben mir sitzend,

die Arme beschützend um mich geschlungen,

dicht auf dem Sessel nah am Rand

und der Regen prasselt an die Wand.

 

Viele Monate sind wir getrennt,

die Zeit steht still, anstatt das sie rennt.

Drei Tage noch, dann ist er hier,

die Stunden rieseln durch meine Finger wie Sand

und der Regen prasselt an die Wand.

 

Es ist Zeit, Zeit aufzustehen

und hinaus in den Garten zu gehen.

Betrachte durch den vergehenden Regenschleier

unseren gemeinsamen Stern…

Er zeigt sich ganz oben links am Milchstraßenrand

und der Regen prasselt hinter mir noch an der Wand.

 

Die Tränen vermischen sich

mit einzelnen Regentropfen,

ich lächle zaghaft, nun schon breit,

zwei Sternschnuppen haben sich getroffen

und mir damit gezeigt,

dass du und ich verbunden sind

bis in alle Ewigkeit.

 

Auszug aus „Alphabet der Betroffenheit“

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