Fitnessstudio vs. kleine Hilfsmittel zuhause

Das Gewicht reduzieren oder halten funktioniert nur selten ohne Bewegung. Fitness-Gurus predigen uns aus allen Kanälen, dass der regelmäßige Besuch eines Fitnessstudio unser Heilmittel gegen Fettpolster und Rettungsringe sein soll. Doch stimmt das wirklich? Was bringt mehr: 3-4 mal die Woche Hanteln stemmen, Curls und Co. oder reichen nicht die kleinen Hilfsmittel zuhause, um sein Ziel zu erreichen?

 

Wenn ich über ein bestimmtes Thema schreibe, dann könnt ihr in der Regel davon ausgehen, dass ich hierbei über eigene Erfahrungen sprechen kann. So auch bei dem jetzigen Thema „Fitnessstudio vs. kleine Hilfsmittel zuhause“.

Lange Zeit habe ich mehrmals in der Woche in einem Fitnessstudio trainiert, später parallel dazu als Fitnesstrainerin gearbeitet. Als mir irgendwann der Spaß dabei verging, ließ ich davon ab. Dann hatte ich eine Phase, in der ich in einem Taekwondo Dojo zum Training ging. 2x die Woche in der allgemeinen Gruppe. Ich war gut in dem was ich tat, legte schon nach kurzer Zeit meine Prüfung zum ersten Gürtel ab und bekam das „Go“ fürs Kampftraining, sprich Wettkampftraining, inklusive 3x Training in der Woche. Leider zersplitterte mir mein Meniskus beim Kampftraining am Boxsack – damit war diese geliebte Sportart dann für mich vorbei. Ein Pfusch bei der OP tat sein Übriges, und somit ist nichts mehr mit Kicks und Co. (es sei denn ich würde mich in einer Notlage befinden, dann wäre mir mein Knie auch wurscht). Auch das jahrzehntelange Reiten ist passè sowie so manch andere Sportart, die auf gesunde Knie aufbaut.

Abnehmen, Gewicht halten, fit bleiben – ohne Sport und Bewegung?

Gänzlich ohne Sport funktioniert allerdings gerade im Bereich Gewicht halten oder reduzieren nur wenig. Ergo sind Alternativen gefragt gewesen, um körperlich einigermaßen in Form zu bleiben. Meine Erfahrungen hierzu sind nun die Grundlage dieses Beitrags.

Wer schon einmal in einem Fitnessstudio war, kennt den Gerätepark und die daraus resultierenden Möglichkeiten für ein Ausdauertraining oder Krafttraining. Hinzu kommen die zahlreichen Kurse: Bauch-Beine-Po, Pilates, Yoga, Zumba, High Impact und Low Impact Aerobic…fühlt man sich im Studio ebenso wohl wie mit den Menschen, die dort trainieren oder als Trainer arbeiten, spricht natürlich nichts gegen den regelmäßigen (!) Besuch im Studio. Was aber, wenn man das eine oder andere körperliche, finanzielle oder seelische Handicap hat? Ein Fitnessstudio zu weit weg oder zu teuer ist oder einem die Damen und Herren dort auf den Sender gehen?

Sind die finanziellen Mittel vorhanden könntet ihr euch nicht nur mehrere Hanteln zulegen, sondern auch das eine oder andere Fitnessgerät, bishin zum Tower. Doch oftmals scheitert der Wunsch nach einem persönlichen kleinen Fitnesspark dann entweder am Geld oder am Platz. Also dann lieber überhaupt nicht trainieren? Weiter aus dem Leim gehen? Immer weniger Kondition und Kraft haben? Eine schlechte Alternative, die auch gar nicht notwendig ist, denn mit dem einen oder anderen kleinen Hilfsmittel und ein paar Änderungen im Alltag lässt sich ebenfalls schon viel auf dem Weg zur Normal- oder Traumfigur erreichen.

Bodyforming und Fitness ohne Fitnessstudio – so gehts!

Wie putzt ihr, zum Beispiel, euren Fußboden? Habt ihr Laminat oder Fliesen? Verwendet ihr in der Regel den Wischmop? Super, lasst diesen 1x die Woche in der Ecke stehen, schnappt euch euren Putzeimer und Putzlappen und geht auf die Knie. Putzt den Boden per Hand, stützt euch dabei auf einer Hand/Arm ab und streckt euch weit vor oder zurück. Solltet ihr schon lange keine Fitnessübungen gemacht haben, fühlt mal einen Tag später was da so im Körper passiert 🙂

Eine kleine, kostengünstige Wunderwaffe ist ein handliches Abduktoren-Gerät, zum Beispiel von Schildkröt (um die 15€). Gerade bei einem relativ raschen Gewichtsverlust heißt es die überschüssige Haut in ihre Grenzen zu lenken und an den Beinen eine starke Muskulatur aufbauen. Mit dem Gerät könnt ihr sogar nebenbei TV sehen oder im Bett liegend die Übungen machen. Übrigens können nicht nur die Beine, sondern z.B. auch die Arme trainiert werden.

Allgemeine Bilder 052

Arme…schnappt euch zwei 1,5l PET-Flaschen, füllt diese mit Wasser, sucht euch im Internet Übungen mit „Hanteln“ raus und legt los! Billiger, schneller und einfacher könnt ihr nicht mit dem Arm-, Rücken-, Nacken- oder Brusttraining beginnen.

Ihr habt morgens im Bett noch ein paar Minuten Zeit? Liegen bleiben, Bauchmuskeln anspannen und kleine, rasche Auf- und Abwegungen machen. Täglich 2-5 Minuten und ihr könnt schon nach einer Woche einen minimalen Erfolg verspüren, und je nach vorhandenem Gewicht und Bauchumfang, sogar schon sehen.

Steht ihr an der Küchenspüle und wartet darauf, dass das Nudelwasser kocht? Super! Bauch und Po anspannen und mit jedem Bein unter Anspannung seitlich angehobene Bewegungen durchführen.

Lust auf etwas mehr Action? Holt euch (gibt es auch gebraucht schon sehr günstig) eine Wii u und eines der wirklich guten „Fitness-Spiele“! Ob Yoga, Aerobic, Boxen…hierbei könnt ihr euch mit viel Spaß effektiv austoben und auspowern, und wenn ihr wollt, sogar mit der Freundin oder Familienmitgliedern.

Bis jetzt habt ihr jeden unnötigen Schritt vermieden? Perfekt, jetzt wird es anders! Besorgt euch einen Schrittzähler, beginnt mit einem Spaziergang und versucht Tag für Tag, Woche für Woche, eure Schritte auf die Zahl 5000 oder 10000 zu erhöhen. Dabei müsst ihr weder Joggen noch Walken, sondern einfach gehen. Solltet ihr gerne fotografieren, schnappt euch dabei eure Kamera und sucht schöne Motive in der Natur. Hierbei vergesst ihr sogar den Gedanken „boah, wie viele Schritte denn noch“, denn damit trickst ihr euer Hirn aus, habt Spaß und könnt sogar mit euren Fotos Geld verdienen (sehr mal im Internet nach!).

All die genannten Bewegungsmöglichkeiten sind natürlich noch nicht alle, mit denen man simpel, rasch und kostensparend etwas für seine Figur, Gesundheit und Fitness tun kann. Demnächst gebe ich euch dann noch weitere Tipps, doch wer bisher eine Couch-Potato war, der wird mit den heutigen Ratschlägen erst einmal zur Genüge beschäftigt sein 🙂

So, und wie viele Schritte hast DU heute schon gemacht?

 

 

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