Von Zweibeinigen und Vierbeinigen Schnüffeltieren mit Hang zur Mysophilie

Die Nase vertieft. Hingebungsvoll geschnüffelt. Welch Entzücken für die meisten Vierbeinigen Freunde des Menschen sowie weltweit millionenfach sich bewegenden Zweibeinern in Menschenform. Mysophilie – ein Mysterium von Tier und Mensch.

 

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Wenn dieser kleine Geselle seinen „Duft“ verströmt reißen Tier und Mensch aus. Oder würdet ihr daneben stehen bleiben, ohne Gasmaske? Falls ja, solltet ihr einmal darüber nachdenken, ob ihr nicht so rein zufällig einen Hang zur Mysophilie in eurem Inneren verborgen habt.

Mysophilie, übersetzt Geruchsfetischismus, ist nicht nur in der Tierwelt sehr verbreitet. Allerdings sind meine beiden Hunde, ihres Zeichens Pekinesen, das beste Beispiel aus der Nähe. Besonders Rüde Django, schwer in seine Herzensdame Bella verliebt, lässt keine Gelegenheit aus ihren ureigenen Duft zu erschnüffeln. Was die junge Dame mal gelassen über sich ergehen lässt, mal mit einem aussagekräftigen, jedoch zärtlichen Wegbeissen quittiert. Was Django da so durch die Gehirnwindungen geht, ist mir allerdings nicht ganz klar. Scheint wohl ein ganz besonderes Hundeparfum zu sein. Immerhin wirkt es so stark, dass der vierbeinige Macho kein Interesse an anderen Hundedamen hat. Ob Hundeweibchen auch eifersüchtig sein können? Spannende Frage.

Doch auch bei Menschen ist die Mysophilie weitverbreitet, allerdings geben es die meisten „Betroffenen“ nicht zu. Ist doch solch ein spezieller Fetischismus eher eklig und peinlich. Oder haltet ihr das Erschnüffeln verschiedener Gerüche, beispielsweise ausströmend von getragenen Socken, Slips und Schuhen als angenehm und „normal“? Wobei gleich wieder die Frage laut wird: Was ist überhaupt normal??

In meiner Tätigkeit als (medizinische) Texterin konnte ich einmal einen sehr umfangreichen Auftrag zu den unterschiedlichsten „Paraphilien“ bearbeiten. Hierbei bin ich auf Neigungen des Menschen gestossen, die ich doch als sehr sonderbar empfand. Objektophilie zum Beispiel. Würdet ihr eine Brücke, einen Wolkenkratzer oder den Eiffelturm heiraten wollen? Küssen? Umarmen? Ich für meinen Teil kenne da angenehmere „Objekte“ menschlicher Natur, so etwa meinen Männe.

Welch Glück, dass mein Mann zudem keine dämonischen Züge aufweist, denn dann müsste ich mich doch tatsächlich der Dämonophilie hingeben. Zur Erklärung: hierbei handelt es sich um den Hang seine sexuellen Vorlieben mit Geistern und Dämonen auszuleben. Wobei ich mir vorstellen kann, dass derartige dunkle Gestalten sehr schwer zu greifen sind.

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Ehrlich gesagt bin ich ja froh, dass meine Vierbeiner einfach nur den Hundegeruch erschnüffeln und nicht anderweitige sonderbare Neigungen pflegen wollen. Nicht auszudenken, wenn Django sich in ein Hochhaus verlieben und daran rammeln würde! Da müsste ich dann schon recht weit fahren, um ihm seine „Liebe“ zu ermöglichen. Braver Hund!

Da hat er dem Menschen durchaus etwas voraus…

Wie denkt ihr über die verschiedenen Paraphilien?

Welche findet ihr besonders „sonderbar“?

Falls es euch interessiert, hier könnt ihr zum Thema Paraphilien meinen damaligen Auftrag inhaltlich in Augenschein nehmen.

 

Fotoquelle Stinktier: wikipedia

 

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