Zwischenstand nach 3 Wochen Ernährungsumstellung und was mit der Haut passiert

Wie ihr wisst, habe ich vor etwas mehr als drei Wochen die Ernährung umgestellt. Von weizen- und glutenlastig auf weizenfrei. Da sich der eine oder andere dafür interessiert, ob tatsächlich eine körperliche, geistige und seelische Veränderung durch das Weglassen von Weizen, Weizenprodukte, Roggen, Dinkel etc. festzustellen ist, möchte ich meinen persönlichen aktuellen Erfahrungsbericht erzählen.

Als ich mit dem Ernährungsexperiment (wie ich es nenne) begann, war der Status Quo der folgende:

  • die Haut sah trocken, knittrig und so gar nicht „fit“ aus
  • der Verdauungsapparat eine einzige Katastrophe mit Blähbauch, sehr regen Darmaktiväten und Darmschmerzen, die bis zu den Nieren hin ausstrahlten
  • 8 Kilo Übergewicht zu meinem Normalgewicht hin
  • müde, schlapp, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, das Gefühl ein Matschhirn zu haben
  • oftmals antriebslos und folglich „Null Bock-Stimmung“

Alles in allem betrachtet nicht gerade prickelnd so den Alltag zu erleben, und das obwohl ich täglich genügend Flüssigkeit zu mir genommen habe. Zudem gab es bereits vor dem Experiment „Weizenfrei/Glutenfrei“ täglich Obst, Gemüse und Salat.

Bewegung gehört zu meinem Alltag: großer Haushalt und Garten, zwei Hunde…wenn ich mich denn aufraffen konnte Gymnastik für Bauch, Beine, Po oder Yoga. Auch im letzten Sommer war ich täglich im Pool – 30-40 Bahnen mindestens. Also von Bewegungsarmut kann man da echt nicht sprechen.

Meine Haut. Auch so ein Thema. Ich bin kein Püppchen, das ständig zur Kosmetikerin rennt, als Stammkundin in Parfümerien zu finden ist und täglich 5 Kilo Make-up und Schminke einsetzt bevor ich aus dem Haus gehe (oder meinen Mann am Morgen begrüße). Ich setze da auf Natürlichkeit (mag mein Mann glücklicherweise ebenfalls). Duschen, Baden, am liebsten mit duftenden Ölen oder Zusätze, Bebe-Feuchttücher zum Abschminken (bräuchte ich eigentlich gar nicht, weil keine Schminke im eigentlichen Sinne zum Einsatz gelangt, aber die fühlen sich einfach super an). Morgens schwarzer Kajal (ich habe ziemlich blaue Augen) und Wimperntusche in Schwarz, wenn ich gut drauf bin auch in Lila (einer meiner Lieblingsfarben). So weit so gut, wie ihr seht: natürlich eben. Deo und ein Hauch von „Sensation“ – fertig.

Vor der Ernährungsumstellung sah meine Haut knittrig aus. Fahl. Manchmal schrie sie mir sogar „alt“ entgegen (in drei Wochen werde ich 46, sehe aber trotzdem jünger aus). Cellulite – meine feindlich gesinnte Freundin – zierte ziemlich unelegant meine Schenkel. Nicht schön. Frühere Versuche mit Massagen und Cremes dagegen anzugehen, sind kläglich gescheitert (und die Lotions etc. in den Müll gewandert).

Doch wie sind die körperlichen, geistigen und seelischen Zustände nach drei Wochen Weizen- und Glutenfrei? Auf jeden Fall: sehr erstaunlich.

  • Meine Haut wird ohne große Pflege Tag für Tag weicher und erinnert an vielen Stellen schon an einen Babypopo. Die Cellulite ist so gut wie weg (Hurra!).
  • Geistig bin ich wieder „wach“, das Hirn arbeitet von morgens bis spät abends fast immer reibungslos (braves Gehirn).
  • Ich habe kaum mehr Stimmungsschwankungen, die bleierne Müdigkeit hat nachgelassen, ich fühle mich generell viel frischer, aktiver und fitter
  • Beim Gewichtsverlust ist der aktuelle Stand: -3 Kilo. Und das ohne Hungern, großes Abwiegen, geschweige von Kalorienzählen (letzteres mache ich echt nicht).
  • Der Bauch ist deutlich flacher und das selbst nach dem Essen.
  • Der Verdauungsapparat ist ruhig (es sei denn, was aber normal ist, nach zuviel Genuss von blähenden Nahrungsmitteln). Kein Rumoren, keine Schmerzen.

Was sich aber generell bei solch einer Ernährungsumstellung zwangsläufig mitverändert, ist…

  • man beschäftigt sich intensiver mit den verschiedenen Nahrungsmitteln und deren Zubereitungsmöglichkeiten
  • die Lust aufs Kochen und Backen steigt, auch das eigene Kreieren von Rezepten macht viel mehr Spaß
  • mit der Zeit entdeckt man seine kleinen Wach- und Schönheitsmacher in Form von Smoothies
  • man wird (noch) kritischer bei dem was uns die Lebensmittelhersteller so zum Kauf anbieten, hinterfragt noch viel mehr und lässt sehr viele (Fertig-) Produkte einfach links im Regal liegen
  • man hat, trotz frisch kochen und backen oder Smoothies zubereiten, viel mehr Zeit, denn der Blutzuckerspiegel bleibt konstant und die ständige Jagd nach Essen fällt komplett weg
  • das Haushaltsgeld freut sich über viele Einsparungen, die man allerdings wiederum gerne in frische Lebensmittel investiert (kann man, muss man ja nicht. Ich mache das auf jeden Fall, weil nicht nur ich, sondern meine ganze Familie davon profitiert. Außerdem ist das allemal besser als für 50€ einen Lippenstift oder so Gedöns zu kaufen.)

Klar ist: nur auf Weizen, Weizenprodukte und Produkte mit Gluten zu verzichten, wird einen nicht zum persönlich angestrebten Erfolg bringen. Aber die Kombination mit frischen Nahrungsmitteln, das Zusammenstellen nährstoffreicher Smoothies und Speisen, der freiwillige Verzicht auf Snacks, Mc Donalds, Döner, Torten und Kuchen vom Bäcker oder Discounter etc sowie der konstante Blutzuckerspiegel – ja, das kann ich mit 100% Sicherheit sagen: es hilft und wirkt sehr positiv!

Ich mache das auf jeden Fall noch weiter und werde euch immer wieder einen neuen Zwischenstand geben. Zudem: wenn ihr unter schlechter Haut, Antriebslosigkeit, Depressionen, Darmbeschwerden, Cellulite und, und, und leidet: bitte versucht es einmal mit einer Ernährungsumstellung, so wie ich es gemacht habe bzw. immer noch mache. Zu verlieren habt ihr dabei nichts, aber sehr viel zu gewinnen. Und: ihr könnt ja jederzeit (sofern nicht mit einer Erkrankung wie etwa Zöliakie belastet) wieder zu euren alten Gewohnheiten zurückkehren.

Bei Fragen zu diesem Thema stehe ich euch natürlich gerne zur Seite (wer mehr über mich wissen will, einfach den einen oder anderen Beitrag im Blog lesen) 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s