Vergessenes Danke

Vergessenes Danke

Am Fenster sitzend, ein Glas Wein in der

rechten Hand,

abgestützt mit der Schulter an der linken

Wand

lasse ich die Gedanken schweifen

und folgende Dankesworte tief in mir reifen.

 

Danke, dass ich sehen, hören, laufen kann.

Danke, dass meine Familie gesund an meiner Seite steht.

Danke, dass ich nicht Hunger leiden muss.

Danke, dass ich schreiben und lesen lernen durfte.

Danke, dass ich ein Dach über dem Kopf und

ein Bett unter mir habe.

Danke, dass ich meine Liebe zu den Menschen pflegen kann.

Danke, dass ich jeden Tag neu entscheiden kann.

Danke, dass mich Kleider wärmen, wenn es mich friert.

Danke, dass ich sein darf.

 

Im Alltagstrott das Danken fällt einem oftmals

schwer,

augenscheinlich Fehlendes wiegt meist mehr.

Doch erst, wenn das scheinbar Selbstverständliche

verloren ist,

der Mensch erschreckend den Dank

nie wieder dann vergisst.

 

by Viola Reinhardt

Auszug aus „Alphabet der Betroffenheit“

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