Kleiner Exkurs in Sachen Weizen, Übergewicht und Beschwerden

Der aufmerksame Blogleser weiß, dass ich zwischenzeitlich intensiv mit den Themen Gesundheit, Ernährung, Gewichtsreduzierung und im Besonderen Weizenprodukte und glutenfreie Nahrunsgsaufnahme beschäftigt bin. Heute möchte ich zu diesen Themen einen kleinen Exkurs betreiben und aufzeigen, warum sehr viel Wahres, sprich Negatives, in der Kombination Weizenprodukte-Weizensucht-Übergewicht-Beschwerden zu finden ist.

Beginnen möchte ich mit einigen Fragen an euch…

Seid ihr sehr häufig müde, unkonzentriert und schlapp?

Schmerzen eure Gelenke und Knochen?

Habt ihr nach dem Essen oft einen aufgeblähten, drückenden Bauch, der an einen Ballon erinnert?

Belastet euch euer Verdauungssystem mit Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Krämpfe?

Treibt ihr Sport, verzichtet auf süße Getränke, ernährt euch viel von Vollkornprodukte und werdet trotzdem immer dicker bzw. nehmt nicht ab?

Beunruhigt euch der Gedanke auf lecker riechende und wohlschmeckende Lebensmittel wie etwa Croissants, Kuchen, Brot und Brötchen zu verzichten?

Habt ihr häufig Kopfschmerzen, seid schlecht gelaunt, leidet ihr unter hohem Blutdruck, schlechten Cholesterinwerten?

Sammelt sich bei euch, eurem Partner, euren Kindern immer mehr Fett am Bauch an?

Fühlt sich euer Körper schwammig an und weist Hautunreinheiten auf?

Es könnte daran liegen, dass Weizen und dessen Produkte euch schadet, Abnehmwünsche determiniert werden und ihr Anzeichen eines Suchtverhaltens an den Tag legt!

Ich selbst bin mit der Thematik seit etwa drei Jahren beschäftigt. Zwangsläufig, denn obwohl ich besonders hinsichtlich des Verdauungsapparates nie Probleme hatte (mit dem Kampf um ein einigermaßen vernünftiges Körpergewicht allerdings schon seit der Pubertät), musste ich damals bei einem Kurztrip nach Italien feststellen: irgendwas stimmt da nicht mehr mit der Verdauung. Seit dem ist tatsächlich etwas anders, anfangs konnte ich das jedoch noch nicht definieren, was genau. Zwischenzeitlich bin ich deutlich schlauer und kann gerade bei den Themen Ernährung, Übergewicht, Beschwerden und positive Aspekte im Bezug Verzicht auf Weizenprodukte auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Ergo: ich weiß wovon ich spreche.

Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, habe ich lange meine Ernährung einfach so weiter vollzogen wie all die Jahre davor. Doch mit jedem Jahr wurde der körperliche und seelische Zustand einer weiteren negativen Veränderung unterzogen. Obwohl ich mich viel auf Vollkornprodukte konzentrierte, Obst, Gemüse und Salate aß, nahm ich trotz zusätzlicher Bewegung (5.000-10.000 Schritte mehr am Tag als üblich) zu. Besonders am Bauch, an den Oberschenkeln und Po. Also genau die Stellen, die Frau überhaupt nicht dick mag. Normalerweise zumindest.

Mein Körper fühlte sich richtig schwammig an. Eine eher trockene Haut mit dem einen oder anderen Pickelchen, eine fahle Gesichtsfarbe taten ein Übriges. Oft oft war ich müde, schlapp und unkonzentriert und das selbst dann, wenn der Tag eigentlich recht chillig war. Zudem stellte ich fest, dass nach dem Essen innerhalb weniger Minuten mein Bauch zum Ballon wurde, dieser dann drückte und rumorte. Um es vorwegzunehmen: nein, ich leide nicht an Zöliakie. Und doch hatte ich ähnliche Symptome. Sogar heute noch, obwohl ich konstant daran bin die Übeltäter aus meinem (und dem meiner Familie) Leben zu verbannen: Weizen und Weizenprodukte.

Wie kam ich zu der Erkenntnis? Zunächst habe ich viel geforscht und gelesen, u.a. auch „Weizenwampe“ von Dr. med. William Davis, dessen Buch bzw. Bücher ich euch in Kürze vorstellen und empfehlen werde. Dann natürlich durch eigenes beobachten und ausprobieren. Ließ ich Weizenprodukte, ja auch Vollkornprodukte!, weg, ging es mir besser und der Bauch blähte nicht auf. Aß ich wieder normales Brot, Kuchen und Co. mit Weizen, kamen die Beschwerden prompt zurück. Und zwar alle, beginnend von Verdauungsstörungen, schwammige Haut, Zunahme an Gewicht, Gelenkschmerzen und bleiernde Müdigkeit. Unter anderem. So verwundert es nicht, dass ich bis heute intensiv am Thema dran bin, austeste, mit anderen spreche, diese motiviere bei entsprechenden Beschwerden und Übergewicht einen Eigentest in Sachen Veränderung durch Weizenverzicht zu machen und selbst permanent Neues dazulerne.

Aber ich muss auch gestehen: so 100% habe ich es noch nicht geschafft mich und meine Familie komplett weizenfrei zu ernähren. Die Gewohnheiten und das kleine Männchen im Kopf scheinen da noch etwas dagegen zu haben. Allerdings verzichten wir, und das sogar genussvoll und gerne, inzwischen auf rund 90% weizenhaltige Nahrungsmittel.

In der nächsten Zeit werde ich immer wieder auf dieses Thema eingehen, darüber berichten warum Weizen ähnlich abhängig machen kann wie Opiate, was es im menschlichen Organismus macht, wieso der heutige Weizen nichts mehr mit dem Urweizen wie Einkorn und Emmer zutun und welche Auswirkungen das auf uns und unsere Gesundheit hat. Und natürlich noch viel mehr Interessantes zu dieser Thematik, einschließlich Rezepte, Tipps und Tricks. Ihr dürft also gespannt sein.

Zudem könnt ihr gerne stets eure eigenen Erfahrungen via Kommentar mit zu diesen Themen einbringen. Denn wir lernen ja nie aus.

287px-Weizenähren

Fotoquelle: Wikipedia

 

 

Advertisements

14 Gedanken zu “Kleiner Exkurs in Sachen Weizen, Übergewicht und Beschwerden

  1. Ich freue mich auf alle Deine Beiträge sehr! Heute früh gab es mein erstes glutenfreies Brot und ja, ich fühle mich weniger aufgebläht als sonst. Nun bin ich jeden Tag aufs Neue gespannt und werde Deine Beiträge aufmerksam verfolgen. Nächste Woche Donnerstag werde ich mich das erste Mal seit Langem wieder wiegen und natürlich graut es mir davor ….

    1. Guten Morgen, meine Liebe und schön von dir zu lesen. Und das nicht nur, weil du meine Beiträge verfolgen willst, was mich außerordentlich freut! Danke! *Daumen hoch für dich* das du nun neue Wege ausprobieren willst! Warum willst du dich genau am Donnerstag nächste Woche wiegen??

      1. 🙂
        Ich will einen Überblick über mein Gewicht bekommen und überprüfen, wie die Umstellung wirkt bzw. ob überhaupt. Ich habe zwar ein sehr ausgeprägtes Körpergefühl hinsichtlich meines Gewichtes (aus der Zeit meiner schweren Essstörungen Bulimie), aber ich hätte dennoch gern einen Überblick.

      2. Das tun wir. Wie sieht es mit Früchtemüsli aus – mit Milch? Was kann ich zum Dünsten von Gemüse an Fett verwenden? Bzw. hast Du ggf. Tips für mich?

      3. Es gibt von verschiedenen Herstellern bereits fertig gemixte Müslis…aber du kannst dir auch dein ganz persönliches selber zusammenstellen zum Beispiel aus folgenden Zutaten, gepaart mit Früchte nach Wahl:
        glutenfreie Cornflakes
        Hirseflocken
        gepuffter Amaranth
        Mandeln oder Cashewkerne
        Rosinen
        Sonnenblumenkerne
        Bananenchips
        getrocknete Apfelstückchen
        Kokosflocken oder Kokoschips

        Fett zum Braten oder Kochen: z.B. Magerine, Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl, Leinsamenöl und, und, und. Da gibt es eine große Bandbreite für jeden Geschmack 🙂

      4. Okay, super!!! Ich danke Dir sehr. Da gehe ich Montag gleich in die Spur. Ich entdeckte nämlich gestern im REWE glutenfreie Lebensmittel – sogar Waffeln. 😃😁😄

      5. 🙂 siehste, Augen auf und der Supermarkt hängt voller glutenfreier Leckereien *grins* bezüglich FB…ich habe dir gerade eine Anfrage geschickt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s