Der zweite Besuch geht weiter…

Ist dir schon einmal aufgefallen wie viele Frauen sich heimlich und hinterrücks die Augen aushacken, anstatt sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen? Nein, das sind nur eine Handvoll der Weiblichkeit, die verstanden haben, was es heißt zusammenzuhalten und sich gegenseitig voranzubringen, in dem was man erreichen möchte. Ob das nun das Ziel der tollen Mutter und Vollzeithausfrau ist oder die Karriere bis hin zur obersten Vorstandsetage, spielt grundsätzlich keine Rolle, Hauptsache ein jede fühlt sich wirklich zufrieden in ihrem Tun und Alltag. Oft genug wird jedoch alles madig gemacht: bleibst du als Frau nur zuhause, dann bist du das berühmte Heimchen am Herd. Gehst du Vollzeit arbeiten und das obwohl du Kinder hast, gilst du auch heute noch im 21. Jahrhundert als Rabenmutter und karrieregeile Emanze. Wie denkst du eigentlich über diese Thema und welche Erfahrungen konntest du bisher bezüglich deiner Lebensentscheidungen und deinem hausfraulichen oder beruflichen Tun verbuchen?

Kurz nach dem letzten Zusammentreffen mit meinem penetranten Ex-Chef fand ich eine Stelle in einem Wellness-Studio. Die Inhaberin war mir von einem früheren Zeitpunkt bereits bekannt und nach einigem Hin und Her stellte sie mich als Aushilfe, nach vier Wochen in Teilzeit, ein. Mädchen für alles, sozusagen, und die vielen Überstunden, die im Sinne des Betriebes aufkamen, waren ebenso selbstverständlich als auch das Hinnehmen des affektierten Getues der Chefin. So was von laufender Unzufriedenheit hast du echt noch nicht gesehen: die hatte sich einen reichen, kranken alten Mann angelacht und ließ jeden spüren wie reich sie doch nun war und wie großzügig noch dazu. Klar, sieben Euro die Stunde für Putzen, Verkaufen, Kundenbetreuung und Wellness-Massagen, Werbegeschichten und ähnliches sind ja wirklich königlich bezahlt. Aber wie heißt es so schön „in der Not frisst der Teufel Fliegen“ und so hielt ich all das über eine gewisse Zeit fast klaglos aus. Bis, ja, bis diese Schrabnelle eines Tages meinte, dass ich, so arm wie ich doch wäre, kein Recht auf Wünsche und Träume hätte und das nur, weil ich dmals in einem Gespräch gemeint hatte, dass ich mit den Kindern gerne mal in den Urlaub fahren würde. Das war wieder so ein berühmter Wendepunkt in meinem Leben und ich ließ sie im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem Scheiß sitzen. Kannst du dir das saublöde Gesicht von der Frau vorstelllen, die niemals damit gerechnet hatte, dass ihr jemand alles vor die Füße wirft? Du, bis heute ist mir das eine wahre Genugtuung und wenn ich ihr seltenerweise auf der Straße begegne, wir uns nicht mal mit dem Hintern beachten, grinse ich in mich hinein und denke nur welch armselige Gestalt doch dieses frustrierte Wesen doch ist.

Sie ist auch einer der Gründe, weshalb ich nur wenige Frauen tatsächlich leiden kann, denn in meinem Leben sind mir immer wieder derartige falsche Schlangen über den Weg gelaufen und mehr als einmal bin ich auf diese hereingefallen, weil ich so naiv war zu glauben, dass sie mir mit Ehrlichkeit und Freundschaft begegnen. Konntest du da auch schon solche Erfahrungen machen? Und wie gehst du generell mit dem Thema Frauen und Freundschaft um? Man braucht schon ein reichlich dickes Fell, wenn man heutzutage sein Inneres schützen möchte, geschweige von dem was einen umgibt und somit das persönliche Leben darstellt. Echt nicht einfach.

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