Buchtipp: Die blinde Frau, die sehen kann

Hallo an alle Leseratten und Neugierigen der Welt 🙂

Heute gibt es wieder einen Buchtipp von mir. Diesmal handelt es sich allerdings nicht um einen Roman, sondern vielmehr um ein Sachbuch, dessen Fokus sich im neurologischen Bereich bewegt. Doch keine Sorge: es handelt sich nicht um eine trockene medizinische oder wissenschaftliche Abhandlung.

Zur Vorstellung gelangt hier das Buch „Die blinde Frau, die sehen kann“ Rätselhafte Phänomene unseres Bewusstseins von Vilaynur S. Ramachandran und Sandra Blakeslee.

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Worum geht es…

Der Autor und Forscher Vilaynur S. Ramachandran gehört zu den Menschen, die die Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft in einer Art und Weise erzählen können, die weder zum Gähnen anregt noch den selbst unbedarften Leser überfordert. Er selbst forscht zumeist mit recht einfachen Mitteln, wie etwa Wassergläser, Billigspiegel oder Wattetupfer und unterscheidet sich so von anderen führenden Neurowissenschaftlern, die oftmals einen ganzen Maschinenpark an High-Produkte zum Forschen einsetzen.

Ramachandran erzählt neurowissenschaftliche Aspekte und Erkenntnisse anhand verschiedener Lebensgeschichten von Patienten, die mit einem veränderten Gehirn in einer anderen Welt ihr Leben leben.

Neben einer Einleitung von Oliver Sacks finden sich im Inhalt:

  • Das Phantom im Inneren
  • Ich weiß, wo ich mich kratzen muss
  • Auf der Jagd nach dem Phantom
  • Der Zombie im Gehirn
  • Das geheime Leben des James Thurber
  • Hinter den Spiegeln
  • Das Geräusch einer Hand, die klatscht
  • Die unerträgliche Ähnlichkeit des Seins
  • Gott und das limbische System
  • Die Frau, die lachend starb
  • Sie haben vergessen, den Zwilling zu entbinden
  • Sehen Marsmenschen Rot?

Außer den Erzählungen, die alles nur nicht langweilig sind, finde ich an diesem Buch faszinierend, dass zahlreiche Inhalte aus der Neurowissenschaft erlernbar sind ohne das man sich, gerade auch als möglicher Laie, nicht überfordert fühlt. Ergänzt werden die einzelnen Geschichten und inhaltlichen Erklärungen durch eine Vielfalt an Zitaten, so etwa von Friedrich Nietzsche „Gott ist ein Komödiant vor einem Publikum, in dem keiner zu lachen wagt“ oder „Die Welt ist nicht nur seltsamer, als wir sie uns vorstellen, sondern auch seltsamer, als wir sie uns vorstellen können“ von J. B. S. Haldane.

Fazit: „Die blinde Frau, die sehen kann“ Rätselhafte Phänomene unseres Bewusstseins ist ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, und das nicht nur für Liebhaber der Wissenschaft oder Medizin. Auf insgesamt 474 Seiten + zahlreichen Seiten mit Literaturhinweisen kann der interessierte Leser das breite Spektrum unseres Gehirns und Bewusstseins entdecken, ohne das Gefühl zu haben gerade selbst ein Studium in Neurowissenschaften zu absolvieren. Lehrreich, unterhaltsam und umfassend lassen sich sogar bestimmte Handlungsweisen eines selbst entdecken und hinterfragen.

Erschienen ist das Buch im Rowohlt Verlag, umfasst insgesamt 511 Seiten und kostet als Taschenbuch ca. 12€.

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