Kapitel 1: Claudia – Das Leben steht Kopf Teil 1

Mein Name ist Claudia und vor geraumer Zeit habe ich Ihnen von meinem Leben, meinem nun mehr seit längerer Zeit Ex-Mann Marc, sowie meinen Kindern Dennis und Tamara erzählt. Und von diesen verdammten Frauenfallen, die uns Frauen immer wieder in den Abrgrund ziehen. Harmoniesucht. Finanzielle und emotionale Abhängigkeit. Verzicht. Um nur einige zu nennen.

Wir Frauen sind ja wirklich unverbesserlich, was das angeht. Kaum sind wir, oft nach vielen Jahren, endlich auf den Trichter gekommen, was uns im Leben behindert, einschränkt, ja, um nicht zu sagen krank macht, lassen wir uns wieder einlullen von schönen Worten, Versprechungen oder Hoffnungen. Prompt landen wir genau im selbsten Mist, den wir eigentlich nicht mehr wollten, vielleicht uns bereits mühsam daraus befreit hatten. Ob das an den Genen liegt oder doch eher an der Erziehung? Sie sehen mich gerade so merkwürdig an! Sagen Sie bloß nicht, dass Sie genau wissen, wovon ich im Moment spreche!?

Es ist doch wirklich zum aus der Haut fahren wie schnell wir uns in Sicherheit und Geborgenheit wiegen. Unbemerkt werden wir vom Partner, Arbeitgeber und ach so lieben Verwandten oder Freunden permanent manipuliert, damit diese sich gut fühlen und das bekommen, was sie wollen oder ihnen zumindest gut tut. Auf unsere Kosten wohlbemerkt, denn nur selten gibt es doch das, was man als ausgleichende Gerichtigkeit oder auch das sprichwörtliche Geben und Nehmen nennt. Sie merken ich bin ziemlich aufgeregt, dabei wissen Sie ja noch nicht einmal worum es tatsächlich geht. Am besten wird es sein, wenn ich Ihnen von Anfang an erzähle, was sich seit meiner Scheidung von Marc so ereignet hat…

Dass ich Ihnen damals erzählt habe, wie ich mit viel Fleiß und Engagement mich zu meiner erwünschten Stelle als Bezirksleiterin hochgearbeitet habe, wissen Sie doch noch, oder!? Die Arbeit hat mir wirklich außerordentlich viel Spaß gemacht, was ja heutzutage nun wirklich nicht unter dem Deckmantel der Normalität fällt. Vielmehr ist es doch so, dass die meisten Menschen entweder in ständiger Angst leben ihren Job zu verlieren und dann Hartz IV beantragen zu müssen oder sie sind unterfordert in dem was sie tun. Von den Löhnen spreche ich erst gar nicht, die sind ja zumeist unterste Kante und mehr als demotivierend. Kein Wunder, wenn die Leute dann mit Magenschmerzen an den Montag denken und, ist dieser gerade mal angebrochen, auch gleich noch den Freitag herbeisehnen. Sofern keine Wochenendarbeit ansteht, wohlbemerkt. Wie dem auch sei, bis vor kurzem freute ich mich schon am Freitag auf den Montag, denn meine Arbeit füllte mich aus, war abwechslungsreich, machte Spaß und brachte mir auch den Verdienst, der all die Zeit und das Interesse vergütete, die ich gerne investiert hatte. Allerdings liegt nun die Betonung mehr auf dem Wörtchen „hat“, denn mir ist mittlerweile all das gute Gefühl reichlich abhanden gekommen. Sagen Sie mal, wurden Sie schon einmal mit dem Thema Mobbing konfrontiert?

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