Gedanken zur Flüchtlingskrise, Mama Merkel und so im Allgemeinen

Seit Monaten werden die Nachrichtenkanäle von Meldungen überschwemmt, die sich um die Flüchtlingskrise Deutschland, Merkel, die Regierung und die EU drehen. Kaum ein Tag vergeht ohne dieses Thema, das natürlich auch vor dem Privaten nicht Halt macht.

Ehrlich gesagt zweifle ich inzwischen was ich überhaupt noch zu diesem Thema denken oder sagen soll. Viele stürzen sich ja nur allzu gerne auf die Flüchtlinge, die ins Paradies Deutschland kommen und sich hier breit machen. Meine persönliche Einstellung ist hierbei erst einmal „Leben und leben lassen“ und „grundsätzlich ist jeder Mensch gleich“. Dass Menschen von anderen Ländern hierher strömen wundert mich erst einmal nicht, progandiert doch Gott und die Welt, wie wunderbar und reich das Land ist. Und es liegt wohl in der Natur eines jeden, dass er immer mehr will oder besser leben will. Hier mache ich somit keinerlei Vorwurf. Aber es stimmt mich alles sehr, sehr nachdenklich…

Wenn ich vom privaten Bereich ausgehe, dann ist es doch so, dass ich zum Beispiel nur so viele Freunde oder Verwandte bei mir im Haus aufnehmen kann wie es Platz, Nahrung und Geld gibt. Irgendwann muss ich dann die Hand heben und sagen „mehr geht nicht“ und mir folgend Lösungen überlegen, die die häusliche und finanzielle Situation nicht aus dem Ruder laufen lassen. Unsere Regierung, und hier im Besonderen die geliebte Mama Merkel, scheinen das jedoch in keinster Weise zu bedenken. Und was ich ganz besonders schlimm finde ist die Tatsache, dass durch das unüberlegte Handeln der Politiker in der Bevölkerung Ängste ebenso geschürt werden wie Hass und Neid. Ob das vor dem Ausbruch im 2. Weltkrieg auch so war? Natürlich mache ich mir keine Sorgen über einen neuen Krieg, aber ich mache mir Sorgen darüber wie sich die Menschen in meinem Umfeld verwandeln. War noch vor einiger Zeit alles so weit weg erscheint nun alles so nah. Sie berichten mir über ihre Ängste bezüglich steigender Kriminalität, das finanzielle Ausbaden müssen für Fehlentscheidungen der Politiker und noch vieles mehr. Ehrlich gesagt schon nachvollziehbar, gerade auch, wenn sich mal wieder Meldungen in den Nachrichten verbreiten, die sogar bei mir nur noch Kopfschütteln auslösen.

1000 Flüchtlinge in ein Dorf mit 100 Einwohnern, die nichts, aber auch rein gar nichts zu sagen haben, lassen mich am Verstand der Entscheider ebenso zweifeln wie auch daran, dass es hierzulande eine Demokratie geben soll. Wie kann es sein, dass eigene Landsleute aus ihrer Wohnung geworfen werden, damit darin Flüchtlinge untergebracht werden können? Wie kann es sein, dass das ehrenamtliche Helfer angegriffen werden? Wie kann es sein, dass Zwangsaneignung von leerstehenden Gebäuden praktiziert wird? Ob DAS alles, und natürlich noch viel mehr, dazu beiträgt, dass Menschen ihr Mitgefühl und Herz für andere Menschen nicht verlieren, mag ich inzwischen stark zu bezweifeln.

Ich selbst verhalte mich aktuell wie die Schweiz: Neutral und erst einmal die weiteren Entwicklungen kritisch verfolgend. Aber irgendwie mulmig ist das Gefühl schon, wenn ich mitbekomme wie unsere Gesellschaft sich verändert, welche Gefühle bei den Menschen ausgelöst werden und wie blind so mancher in der Regierung oder Kommune ist, denn mal ehrlich: wir „Kleinen“ sind dahingend schlauer, denn wenn unsere Kapazitäten erreicht sind sagen wir freundlich, jedoch bestimmt „Nein, wir schaffen das nicht mehr“. Zurecht, denn es gibt bereits genug eigene „Baustellen“ im Land, die der regierenden Hilfe bedürfen. Siehe Kita-Plätze, Rentner, Kranke und Behinderte, Menschen, die durch persönliche Schicksalsschläge in die finanzielle Schieflage geraten sind oder auch all jene, die immer noch nicht einmal den mageren Mindestlohn erhalten. Gesetz hin oder her.

Verwirrend all das aktuelle Geschehen, ganz ehrlich. Und ich kann nur hoffen, dass der Hass nicht diejenigen trifft, die nicht sagen „wir schaffen das“.

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